Warum der Aktionsplan Queeres Brandenburg?

Als erstes Bundesland hat Brandenburg bereits 1992 ein Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Identität in seine Landesverfassung aufgenommen. Seitdem hat das Land immer wieder Zeichen gegen Benachteiligung und Diskriminierung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt gesetzt. Und trotz der vielen engagierten Menschen, die sich in Brandenburg für mehr Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen einsetzen, gibt es in den Städten, aber auch im ländlichen Raum Vorurteile gegenüber nicht heterosexuell lebenden Menschen sowie Trans* und Inter*. Deshalb hat der brandenburgische Landtag im Juni 2016 einen „Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg“ beschlossen. Ziel ist es, den Aktionsplan in einem partizipativen Prozess gemeinsam mit der LSBTTIQ*-Community in Brandenburg zu entwickeln.Dazu wurden mittels einer Online-Dialogplattform Vorschläge für den Maßnahmenplan gesammelt. Ferner wurde im Rahmen einer Online-Befragung die Lebenssituation von LSBTTIQ*-Menschen in Brandenburg erhoben. Mit der Durchführung des Beteiligungsprozesses und der Online-Befragung zum Aktionsplan Queeres Brandenburg wurde das Team der Change Centre Consulting beauftragt.

Wer sollte mitmachen?

Aufgerufen zum Mitmachen sind alle, die sich in Brandenburg für die Akzeptanz und Gleichstellung von nicht heterosexuellen Lebensweisen engagieren beziehungsweise engagieren möchten. Es gibt verschiedene Wege, sich an der Erstellung des Aktionsplans zu beteiligen. Zum einen konnten auf einer Dialogplattform zum Aktionsplan Queeres Brandenburg bis zum 18.06.2017 Ideen für Maßnahmen, die später Einzug in den Aktionsplan finden können, gepostet und kommentiert werden. Eine breit angelegte Online-Studie als ergänzendes Instrument hat daneben die Bedarfe und Probleme der Menschen, die sich zur LSBTTIQ*-Gruppe zählen, in Brandenburg ermittelt. Zudem gab es drei regionale Beteiligungsveranstaltungen, um die Ergebnisse der Dialogplattform und weitere Vorschläge zu diskutieren. Voraussichtlicht ab Ende August 2017 soll eine erste kommentierbare Entwurfsfassung des Aktionsplans vorliegen. Alle, die sich für mehr Offenheit und Vielfalt in Brandenburg einsetzen möchten, sind herzlich eingeladen, sich an der Entwicklung des Aktionsplans zu beteiligen – und weitere LSBTTIQ* in ganz Brandenburg zur Teilnahme anzuregen.

Aktionsplan Queeres Brandenburg

Wann passiert was?

Der Beteiligungsprozess startete Ende April in Form einer Online-Dialogplattform und einer begleitenden Online-Befragung zur Lebenssituation von LSBTTIQ*-Personen in Brandenburg. In dieser ersten Sammelphase sollten Vorschläge für mögliche Maßnahmen des Aktionsplans ermittelt werden. Ab Ende Juni fanden drei regionalen Beteiligungsworkshops statt, um in ganz Brandenburg Ideen und Anregungen beisteuern zu können. Während der Sommermonate wird daraus eine erste Arbeitsfassung des Aktionsplans erarbeitet und in der zweiten Phase vorgestellt und kommentiert werden: Dies wird in einer offiziellen Veranstaltung in Potsdam Anfang September 2017 geschehen. Vom 21.08. bis 17.09.2017 wird eine zweite Phase der Online-Dialogplattform freigeschaltet, die alle Interessierten zur Kommentierung der vorgeschlagenen Maßnahmen einlädt. Der dann überarbeitete Entwurf des Aktionsplans soll voraussichtlich im Dezember 2017 von der Landesregierung beschlossen werden.

Kontakt

Wenn Sie mehr über den Aktionsplan für die Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg erfahren möchten, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.




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Was geschieht mit den Ergebnissen?

Es wird zwei Arten von Ergebnissen geben: Erste Studienergebnisse zur Lebenssituation von LSBTTIQ* in Brandenburg sollen in einer Zwischenauswertung Anfang September in Potsdam der Öffentlichkeit vorgestellt werden.Ein ausführlicher Studienbericht wird Ende des Jahres vorliegen. Zweitens werden alle auf der Online-Beteiligungsplattform und in den regionalen Veranstaltungen eingereichten Maßnahmenvorschläge zum Aktionsplan gesichtet, bewertet und der LSBTTIQ*-Community in einem Arbeitsentwurf zurückgespielt werden. Die Ergebnisse der Kommentierungsphase werden bei der Erarbeitung des abschließenden Entwurfs des Aktionsplans einbezogen werden, der Ende 2017 von der Landesregierung beschlossen und an den Landtag übermittelt werden soll.

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